Was hat die Thymusdrüse mit MET zu tun?

Die Thymusdrüse ist ein Teil unseres lymphatischen Systems – rein medizinisch gesehen – und befindet sich hinter unserem Brustbein, 5 – 7 cm unter dem Halsgrübchen. Wobei: so genau muss man gar nicht sein, da dieses Organ großflächig darunter liegt.

Du könntest dich nun fragen, was diese Drüse mit MET zu tun hat? Nun, sie ist nicht nur rein physisch für unser Immunsystem wichtig, sondern nimmt auch in vielen energetischen Systemen eine wichtige Rolle ein:

Die Thymusdrüse wird auch als

  • emotionales Zentrum bezeichnet,
  • ist zuständig für die zentrale Steuerung unserer Emotionen,
  • ist der Sitz unseres “Ich-Bewusstseins”
  • versorgt das gesamte Energiesystem im Körper.

In vielen energetischen Heilsystemen ist die Stärkung dieser Drüse ein zentrales Ziel, so auch bei MET. Mittels kinesiologischer Testungen wurde festgestellt, dass die Thymusdrüse besonders positiv auf das Klopfen und den 3/4-Takt reagiert, weswegen wir dies gerne und regelmäßig tun.

Wie baue ich nun das Thymusdrüse-Klopfen bei MET ein?

Zuerst einmal: hier gilt auf jeden Fall: tue es so oft wie möglich und wann immer es dir in den Sinn kommt! Entweder mit der flachen Hand oder deiner Faust. Sanft ist hier die Devise!

Andererseits baue ich das Klopfen der Thymusdrüse gegen Ende einer Klopfsession auch gerne als “Überprüfung” ein. Angenommen z.B. ich habe mich klopfend dem Thema “Stress” gewidmet und habe das Gefühl, ich sei “fertig”. Dann könnte ich mir einen positiven, bestärkenden Satz überlegen und diesen in dieThymusdrüse einklopfen: “Ich bin (setze deinen Namen ein) und schaffe leicht und entspannt was ich mir vorgenommen habe”.

Klopfe ich nun diesen Satz in meine Thymusdrüse aktiviere ich mein Energiesystem einerseits, bestärke mein “Ich” durch die Verwendung meines Namens und habe auch noch die Chance, dabei hinzuspüren, ob das wirklich und wahrhaftig für mich stimmt, was ich da sage, oder ob doch noch ein Widerstand auftaucht, der bearbeitet werden will.

Der zentrale und immer verwendbare Thymusdrüsen-Klopf-Satz bei MET spricht ganz hoch schwingende Bewusstseinsebenen an und kann schön im 3/4-Takt eingeklopft werden:

“Ich liebe und glaube, vertraue, bin dankbar und mutig!” – Im 3/4-Takt geklopft, klingt das dann in etwa so: “Ich lie – be und glau – be, ver – trau – e, bin dank – bar – und mut – tig”

Auf meiner Homepage findest du alle Klopfpunkte, die Thymusdrüse ist hier als “TD” eingezeichnet!

Veröffentlicht unter Grundlagen, MET nach Franke | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare

Abseits von MET – die Blogparade …

Alle sprechen von Vernetzung und Netzwerken – und Tim Krischak tut es. In diesem Artikel ruft er zu einer sogenannten Blogparade auf. Was das bedeutet?

Vielen ist nicht bewusst, dass sich auch Blogger zu thematischen Netzwerken zusammenschließen (können), indem sie eine  Blogroll in ihrem Blog einrichten. Das ist im Prinzip nichts anderes, als eine Linkliste, wie wir sie von Websites kennen. Für den Leser bietet sich dadurch die Chance, auf neue Blogs aufmerksam zu werden, für den Blogger bedeutet diese Vernetzung natürlich mehr Klicks und Leser auf seinem eigenen Blog.

Dank an Tim Krischak, der durch diesen Aufruf auch Neulingen wie z.B. mir die Gelegenheit gibt, auf sich und seine/ihre Lieblings-Blogs aufmerksam zu machen.

Da ich selbst noch nicht lange dabei bin, ist meine Blogroll noch kurz und knackig:

http://piarry.blogspot.com/ – Social Media ist weiblich!

Sabine Piarry hat mich inzwischen schon durch einige Online-Workshops in Sachen Netzwerken geleitet und ist einer meiner ganz persönlichen “Musen” wenn es um die Weiterentwicklung und Ideenfindung zu meinem Herzensthema MET geht. Nicht nur ganz handfeste Inputs habe ich von ihr erhalten, auch jede Menge Inspirationen, neue Gedanken und ganz viel Herzensenergie! Seit kurzem bloggt Sabine nun auch – und ich freue mich, in Zukunft auch hier von ihr zu lesen!

http://www.anne-kerstin-busch.com/ – Einzigartige Inspiration.

Anne lese ich einfach gerne, weil sie eine tolle Mischung aus persönlichen Artikeln mit Herz und Marketing – ebenfalls mit Herz – bietet. Es geht um Kommunikation, Schreiben und Inspiration, das menschliche Miteinander genau so wie um Seminar-Vermarktung, Webinare und andere interessante Themen. Für mich ist dieser Blog einfach eine gute Mischung!

http://entruempeln-blog.de/ – Machen Sie sich den Weg frei!

Ich sehe schon: ich liebe Blogs, die eine gute Mischung aus praktischen Tipps und Menschlichkeit beinhalten. Darum störbere ich auch hier gerne. Die Autorin schafft es in meinen Augen, mit einem Augenzwinkern rüberzubringen, was man zwar eh schon weiß (weniger ist mehr) aber oftmals nicht umsetzen kann … vielleicht geht’s mit dieser Untrstützung besser?

Viel Spaß beim Lesen,
Claudia

Veröffentlicht unter Lesenswertes | Verschlagwortet mit , , | 1 Kommentar

Wie klopft man Glaubenssätze?

Was ist das eigentlich, ein “Glaubenssatz”? Man könnte auch Programm dazu sagen, oder Introjektion, wie die Psychologie beschreibt. Meist handelt es sich um Dinge, die man gesagt bekommen hat und ungefiltert als seine eigene Wahrheit anerkannt und somit in sein “System” übernommen hat.

Es können sich aber auch Programme aus unserer Kindheit hinter solch einer Aussage verstecken. Programme, die für uns als Kind sinnvoll und vielleicht sogar überlebensnotwendig waren. (“Pass auf, du fällst!” “Wenn du brav bist, bekommst du …”, “Du hast halt die Figur von deiner Oma geerbt”). Hier gilt es, auch verstandesmäßig zu überprüfen, ob das für dich noch “stimmig” ist!

Wie klopft man nun solche Glaubenssätze?

Es ist ganz simpel: du verwendest die selben Klopf-Punkte wie bei den Emotionen (denn auch Glaubenssätze sind aktive Blockaden im Meridian-System!).

Dein Glaubenssatz = dein Klopfsatz!

Das Ziel beim Klopfen ist diesmal, dass (fühlbarer) Widerstand auftaucht! Z.B. “stimmt ja gar nicht”, “so ein Quatsch”, oder ähnliches – die klopfen wir allerdings nicht weg ;-)

Andererseits könnten nun auch wieder Gefühle auftreten, die mit dieser Überzeugung zusammenhängen (z.B. “Ich bin traurig, dass ich das so lange geglaubt habe”) – diese Gefühle bitte nicht aufheben ;-) – weg damit!

Erst dann ist es so weit, dass diese Überzeugung nicht mehr Teil deines Systems ist. Es entspricht nicht mehr deiner Inneren Wahrheit – und das ist auch gut so.

Aufpassen: dieser Glaubenssatz soll auch emotional nicht mehr für dich stimmen, nicht nur vom Kopf her! Meist ist uns das vom Verstand her nämlich eh bewusst.

Veröffentlicht unter Grundlagen, MET nach Franke | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ziele klopfend erreichen – Teil 3

Im ersten Teil dieser Kurzserie ging es vor allem darum, dein Ziel zu definieren und danach alle aufkeimenden Gefühle, die gegen die Zielerreichung sprechen, aufzulösen.

Im zweiten Teil haben wir dann alle Glaubenssätze und Programme aufgelöst und konnten dann endlich beginnen, unser Ziel in unser System einzuklopfen.

Ein letzter Schritt fehlt noch: die Visualisierung und Überprüfung deines Ziels – darum geht es hier im dritten Teil der Kurzserie.

Kreiere nun vor deinem Inneren Auge einen Film, in dem du dieses Ziel leicht erreichst. Beschäftige dabei all deine Sinnesorgane: Geruch, Gehör, fühle deinen Erfolg, schmecke ihn! Dieser Film darf dauern, so lange du möchtest.

Danach verkürzt du ihn in deiner Phantasie immer mehr, bis er ca. 1-2 Minuten lang ist. Spiele ihn innerlich ruhig einige Male ab, bis es für dich passt.

Achtung: Wenn in deinem Film Widerstände hochkommen, heißt es zurück an den Start! Beklopfe zuerst deine Zweifel, Widerstände und Glaubenssätze, die in dieser Phase auftauchen. Dazu ist sie nämlich auch da – damit du an weitere “Schichten” kommst, die sich sonst nicht offenbart hätten!

Wenn dein Ziele-Film auf 1-2 Minuten zusammen geschnitten ist, lass’ ihn vor deinem Inneren Auge 2-3 Mal ablaufen und klopfe währenddessen in mehreren Runden alle 14 Punkte durch, bis dein Film zu Ende ist.

Mit dem kinesiologischen Körper-Pendel-Test kannst du überprüfen, ob dein Ziel fest verankert und dein Energiesystem bereit ist, es zu erreichen:

  • Stelle dich aufrecht hin,
  • schließe deine Augen,
  • nimm dein Ziel imaginär in deine Hände,
  • lege dein Ziel auf deinen Bauchnabel,
  • spür hin zu deinem Ziel.

Du wirst bemerken, dass dein Körper entweder leicht nach vorne (Ziel OK) oder nach hinten (noch Klopfbedarf) schwankt.

Und das war’s?

Bedenke: diesen ganzen Ablauf kannst du bei Zielen, die für dich leicht(er) erreichbar sind, innerhalb kurzer Zeit durcharbeiten – und es dann loslassen und dein Energiesystem arbeiten lassen.

Oft habe ich aber in der Praxis bemerkt, dass es gut ist, das Ziel im Auge zu behalten. Eventuell sogar das Ziel in mehreren Sessions (mit dieser Abfolge) “anzugehen”. Dann sollte das Ziel erst dann losgelassen werden, wenn wirklich alle Aspekte dazu bearbeitet sind.

Solange du auch nur den geringsten Zweifel daran hast, dass du dein Ziel erreichst, wirst du es nicht loslassen können!

Und wenn das Loslassen nicht klappt?

Weiter klopfen!
Alle drei Teile findest du als Download auf meiner Homepage im Download-Bereich!

Veröffentlicht unter Anwendungsbeispiel, MET nach Franke | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ziele klopfend erreichen – Teil 2

Im ersten Teil dieser Kurzserie ging es vor allem darum, dein Ziel zu definieren und danach alle aufkeimenden Gefühle, die gegen die Zielerreichung sprechen, aufzulösen.

Ist dir beim Klopfen aufgefallen, dass nicht nur Emotionen, sondern auch “Aussagen” bei dir aufgetaucht sind? Also z.B. “Das kann ich nicht”. Diese “Tatsachen” (oder auch Glaubenssätze, versteckte Überzeugungen) werden in diesem Teil beklopft. Wenn du auch diese aufgelöst hast, kannst du danach an die positive “Programmierung” deines Ziels gehen!

Was ist das eigentlich, ein “Glaubenssatz”? Man könnte auch Programm dazu sagen, oder Introjektion, wie die Psychologie beschreibt. Meist handelt es sich um Dinge, die man gesagt bekommen hat und ungefiltert als seine eigene Wahrheit anerkannt und somit in sein “System” übernommen hat.

Es können sich aber auch Programme aus unserer Kindheit hinter solch einer Aussage verstecken. Programme, die für uns als Kind sinnvoll und vielleicht sogar überlebensnotwendig waren. (“Pass auf, du fällst!” “Wenn du brav bist, bekommst du …”, “Du hast halt die Figur von deiner Oma geerbt”).  Hier gilt es, auch verstandesmäßig zu überprüfen, ob das für dich noch “stimmig” ist!

Wie klopft man nun solche Glaubenssätze?

Es ist ganz simpel: du verwendest die selben Klopf-Punkte wie bei den Emotionen (denn auch Glaubenssätze sind aktive Blockaden im Meridian-System!).

Dein Glaubenssatz = dein Klopfsatz!

Das Ziel beim Klopfen ist diesmal, dass (fühlbarer) Widerstand auftaucht! Z.B. “stimmt ja gar nicht”, “so ein Quatsch”, oder ähnliches – die klopfen wir allerdings nicht weg ;-)

Andererseits könnten nun auch wieder Gefühle auftreten, die mit dieser Überzeugung zusammenhängen (z.B. “Ich bin traurig, dass ich das so lange geglaubt habe”) – diese Gefühle bitte nicht aufheben ;-)weg damit!

Erst dann ist es so weit, dass diese Überzeugung nicht mehr Teil deines Systems ist. Es entspricht nicht mehr deiner Inneren Wahrheit – und das ist auch gut so. Aufpassen: dieser Glaubenssatz soll emotional nicht mehr für dich stimmen, nicht nur vom Kopf her! Meist ist uns das vom Verstand her nämlich eh bewusst.

Nimm’ bitte deine Aussagen-Liste (aus Teil 1) zur Hand, lese sie dir durch und beginne mit dem Satz zu klopfen, der dich JETZT am meisten anspricht.

Anmerkung: du wirst spüren, dass du jetzt ständig zwischen Gefühlen und Überzeugungen hin- und herpendelst. Das ist gut so, weil du dadurch Schichten von Emotionen hervorlockst, die sich bisher noch versteckt haben!

Nachdem du diesen Schritt vollständig erledigt hast, wird es Zeit zu überprüfen, ob dein Ziel für dich emotional und energetisch passt und es “einzuprogrammieren”:

  • Klopfe deinen Ziel-Satz in alle 14 Punkte ein (hier findest du sie), das heißt, pro Punkt sprichst du 1x deinen Satz aus (möglichst laut) und klopfst dabei sanft.
  • Beobachte dabei genau eventuell aufkommende negative Emotionen, Widerstände oder Glaubenssätze.
  • Wenn diese auftreten, nicht aufheben, sondern auch beseitigen!
  • Danach beginnst du wieder bei Punkt 1 mit dem Einklopfen deines Zielsatzes.
  • Das tust du so lange, bis du dein Ziel in alle 14 Punkte einklopfen kannst, ohne dass ein Widerstand aufkommt!
  • Hab’ Geduld – das kann ein bisserl dauern ;-)

Gratuliere, jetzt hast du es fast geschafft!

Im dritten und letzten Teil festigst du dann dein Ziel mit Hilfe von Imagination und klopfen, überprüfst es nochmals und lässt es los, wenn es sein darf!

Veröffentlicht unter Anwendungsbeispiel, MET nach Franke | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ziele klopfend erreichen – Teil 1

Diese dreiteilige Serie beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, mit Hilfe von MET deine Ziele schneller und einfacher zu erreichen. Durch verschiedene Techniken, über verschiedene Eingangskanäle, werden die unterschiedlichen Ebenen deiner Widerstände gegen dein Ziel aufgedeckt (bewusst gemacht)  – und natürlich aufgelöst.

Dazu gleich die Frage an dich: was hat dich bisher davon abgehalten, dein Ziel zu erreichen? Mögliche Gründe könnten z.B. sein:

  • Du hast dein Ziel noch gar nicht richtig definiert.
  • Du traust dir die Zielerreichung nicht zu.
  • Noch keiner in deiner Familie hat so ein Ziel jemalserreicht?
  • Es kommt dir vermessen vor, dieses Ziel anzustreben?
  • Du hast es schon sooo oft “versucht” – und es hat nie geklappt?
  • Es spricht rein von den Fakten her viel dagegen, dass du dieses Ziel erreichst?

All diese Gründe haben eines gemeinsam: es sind Widerstände, die deinen Weg steinig machen.

Und jetzt die gute Nachricht: du kannst diese Widerstände durch konsequentes Klopfen auflösen.

Ziele wollen richtig definiert sein:

Dein Ziel muss positiv formuliert sein.
Bsp: “Ich bin bei meinen Auftritten sicher und ruhig” statt “Ich bin bei meinen Auftritten nicht mehr so unsicher”.

Dein Ziel muss in der Gegenwartsform formuliert sein.
Bsp: “Ich bin …., ich habe …, etc.” statt “ich werde … sein, ich werde … haben.”

Dein Ziel soll realistisch und somit erreichbar sein.
Klar: wenn ich nicht Lotto spiele, kann ich im Lotto nicht gewinnen, oder?

Ist dein Ziel dein Herzenswunsch?
Geht beim Gedanken an dein Ziel dein Herz auf, jubelt und springt es?

Ethik-Check
Ist mein Ziel für mich und meine Umgebung gut und nützlich?

Und los geht’s: – übrigens keine Sorge – dein Ziel-Satz darf und kann sich während des Klopfens verändern. Versuche nur, den Kriterien so nahe wie möglich zu kommen und einen Satz zu finden, der für dich jetzt rund ist.

Bis hier konntest du noch hauptsächlich deinen Kopf und deine Gedanken verwenden, jetzt bitte ich dich, ihn beiseite zu legen ;-) , dir dein Ziel laut vorzulesen – und hinzuspüren, welche Gefühle dabei auftauchen.

Alle negativen Gefühle und Gedanken klopfst du nun (Anleitung als Download auf meiner HP), bis sich ein gutes Gefühl der Ruhe, vielleicht sogar der Zuversicht, bei dir einstellt.

Wie zu Beginn schon angedeutet  – es kann sein, dass dir während des Klopfens bewusst wird, dass sich dein ursprüngliches Ziel geändert hat.

Wenn das passiert, passe einfach deinen Ziel-Satz an und spüre wieder hin, welche Emotionen er bei dir auslöst!

Das darf auch mehrmals passieren ;-)

Etwas ausführlicher mit Checklisten und einer Vorschau auf die nächsten Folgen findest du diese Folge zum Download auf meiner Homepage!

Veröffentlicht unter Anwendungsbeispiel, MET nach Franke | Verschlagwortet mit , , , , , , | 2 Kommentare

Perfektionismus – Freund oder Feind?

Am letzten MET-Übungsabend hatten wir ein spannendes Thema zu klopfen: Perfektionismus. Zu Beginn stellte ich die Fragen:

  • Wo begegnet er dir in deinem Leben?
  • Wo beschränkst du dich hierdurch selbst?
  • Wie kannst du ihm am besten begegnen?

Die Antworten darauf waren wie erwartet vielfältig:

  • Ich mache es perfekt, also sollen es die anderen auch genau so machen.
  • Wenn ich es nicht perfekt machen kann, dann lass’ ich es gleich.
  • Wäre dieser Teil nicht in mir, wäre mein Leben freudvoller, gelassener.
  • Man muss doch das, was man tut, perfekt machen.
  • Wenn ich es nicht perfekt mache, verdiene (bekomme, gebe ich mir) keine Anerkennung dafür.
  • Keine halben Sachen!
  • Ich muss/möchte genau so perfekt sein, wie … (meine Mutter, mein Vater, mein Bruder …)

Interessant war, dass sich eine Antwort durch alle Wortmeldungen zog: Der Perfektionist in mir hindert mich an Leichtigkeit, Zufriedenheit und Lockerheit in meinem Leben.

Wenn das so ist, dann bedeutet das, dass du deinen Perfektionisten in dir als ungeliebten und nicht anerkannten Teil deines Seins empfindest.
Doch welche Auswirkungen hat das? Alle Teile in uns selbst, die wir nicht anerkennen und liebevoll betrachten sind abgespalten. Nicht Teil von uns. Daraus ergibt sich natürlich, dass wir “dagegen ankämpfen” oder “es ignorieren” wollen. Aber auch dieser Aspekt unseres Seins ist für uns wichtig! Diese Erkenntnis kann man auf viele Bereiche ausweiten: z.B. wenn wir eine schmerzende Körperstelle haben. Auch dieses Körperteil ist Teil von uns. Eine Abspaltung und somit in gewisser Weise Missachtung dieser Tatsache treibt uns in den “Kampf” gegen die Schmerzen (den Perfektionisten). Was dagegen spricht, das zu tun? Es ist anstrengend, Energieverschwendung – und meist sinnlos, denn was ist, das ist … und alles was da ist, will gesehen werden!

Wie kannst du nun klopftechnisch an dieses Thema herangehen?

1) Nachfragen:

  • Ist es absolut wahr, dass … (ich das perfekt erledigen muss)?
  • Wie fühle ich mich beim Gedanken daran, … (dass ich das perfekt erledigen muss)?
  • Was würde das für meine Eigenwahrnehmung bedeuten, wenn ich … (es nicht perfekt erledigen würde)?
  • Was würden die anderen (oder eine bestimmte Person) denken/sagen, wenn ich … (es nicht perfekt erledigen würde)?

Frage dich dabei immer: was fühle ich bei dieser Frage und der dazugehörigen Antwort JETZT! Alle dabei aufkommenden negativen Gefühle oder Glaubenssätze klopfst du (wie hier beschrieben).

2) Kreiere einen Film:

Stelle dir eine Situation vor deinem inneren Auge vor, bei dem dich dein Perfektionismus hindert.
Wie fühlst du dich JETZT dabei? – Löse diese Gefühle durch Klopfen auf.

Nun stelle dir vor, diese Situation ohne Perfektionismus zu bewältigen.
Wie fühlst du dich JETZT dabei? – Löse eventuelle negative Gefühle durch Klopfen auf.

3) Gehe in Zwiesprache mit deinem Perfektionisten.

Stell’ ihn/sie dir vor deinem inneren Auge vor. Und nun sprich mit ihm/ihr. Sag ihm/ihr genau, was du erwartest, was du von ihm/ihr hältst, was du empfindest – und klopfe dabei deine negativen Gefühle. Du kannst auch Fragen stellen - es kann sein, dass du Antworten bekommst ;-) Wichtig ist bei dieser Übung, so lange zu klopfen, bis du mit diesem Teil deines Seins Frieden schließen kannst!

Wenn du diese drei Schritte erledigt hast und Frieden und Ruhe in dir fühlst, kannst du dieses wunderbare Gefühl in dir noch weiter bestärken, indem du deine Thymusdrüse sanft beklopfst und dabei z.B. den folgenden Satz mehrmals wiederholst: “Ich bin (setze deinen Namen ein!), mein Perfektionismus ist ein Teil von mir, den ich wohlwollend einsetze, wenn er mich in meinem Tun unterstützt.”

Weitere stärkende Sätze für die Thymusdrüse könnten in diesem Zusammenhang z.B. sein:

  • Ich bin …. und integriere meinen inneren Perfektionisten liebevoll in mein Sein.
  • Ich bin …. und liebe mich so wie ich bin, auch wenn ich nicht immer perfekt bin.
  • Ich bin …. und erkenne den Perfektionisten in mir liebevoll an.

Deiner Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt ;-) Alles, was du positiv formulierst, kannst du als Stärkung deines Selbst in die Thymusdrüse klopfen!

Achte allerdings bei dieser Übung darauf, ob “Widerstände” gegen deinen positiven Satz auftauchen. Also z.B. “stimmt ja gar nicht”, oder “will ich ja gar nicht”. Wenn dem so ist, dann löse auch diese negativen Gedanken auf, bis du voll innerer Überzeugung diesen positiven Satz aussprechen kannst.

In diesem Sinne – auf eine nicht-immer-perfekte Zukunft!

Veröffentlicht unter Anwendungsbeispiel, MET nach Franke | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar